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Mama macht 'ne Pause


Mamasein kann heute ganz schön überwältigend sein. Irgendwie weiß es immer jemand besser und überhaupt bekommt man so vieles ja vorher nicht gesagt. Und dann ist da noch der Anspruch an sich selbst. Das schlechte Gewissen - gegenüber den Kindern, dem Arbeitgeber, dem Partner und auch sich selbst. Wir Mamas sind Meister im Jonglieren und alles-am-Laufen-halten. Und in vielen Fällen geht das auch lange gut. Doch der Mama-Alltag hat so sein Tücken, vor allem, wenn es um Mamas Gesundheit geht. Zwischen verschmierten Schoko-Mündern, verklebten Teppichen und dem 1.000 dringender werdenden "Maaaaaamaaaaaa", denken wir uns "und jetzt noch gesund kochen, ja, is klar".

Dabei sind wir eigentlich froh, wenn alle zu essen haben und das gemeinsame Familienessen nicht in Streit oder Diskussionen endet.


Achtsamkeit. Selbstfürsorge. Gesunder Lifestyle. Das ist für viele Mamas eine Herausforderung - bis unmöglich umzusetzen. Denn da sind ja unsere Kids, die uns unsagbar glücklich machen, die uns aber auch in den Wahnsinn treiben können und mit deren Geburt wir scheinbar vergessen haben, wer wir sind und was wir eigentlich selbst wollen. Für uns. Ganz alleine. Früher war das mit der Badewanne und dem langen Freundinnen-Telefonat total normal - brauche ich das jetzt nicht mehr seit ich Mama bin? Doch brauche ich. Aber wie soll das gehen in diesem Alltag, der kaum Luft zum Atmen lässt.


So ging es mir auch - bis vor 3 Jahren. Dann zog mein Körper sehr deutlich die Handbremse. Ich bekam die Diagnose Brustkrebs. Mir war klar, dass ich was ändern musste. Denn wie kann ich in dem Alltag gesund werden, in dem ich krank geworden bin? Also zog ich alle Register: bildete mich in Ernährung fort, investierte in Therapeuten und Coaches und nahm die Hilfe meiner Freunde und Familie in Anspruch. Und ich lernte: über mich, über Ursache und Wirkung, über Bedürfnisse die nicht erfüllt wurden, über meine Wünsche und Ziele und auch, wie das eigentlich geht mit dem Neinsagen. Ich bin so dankbar, dass mein Umfeld mir all das ermöglicht hat und mich stets bedingungslos unterstützt hat. Doch geht das nur, wenn man Krebs hatte?


Nein! Du kannst dich entscheiden vorher die Spur zu wechseln und einen anderen Weg einzuschlagen. Damit es gar nicht erst soweit kommt. Denn wer sagt denn, dass die Bedürfnisse einer Frau weniger wert sind, wenn sie Mama ist? Klar, es erfordert mehr Organisation, braucht hier und da mehr Support von außen, aber vor allem ist es auch eine Mindset-Frage. Bist du dir selbst wichtig genug, dass du dich um dich selbst und deine Gesundheit kümmerst? Dass du dir die Zeit nimmst, um gesund und frisch zu kochen? Dass du dich traust, Hilfe von außen anzunehmen und deine Bedürfnisse einzufordern?


Ich sage nicht, dass es leicht ist. Ich sage nicht, dass man "sich bloß ein bisschen anstrengen und umstrukturieren muss", denn ich weiß, wie hart der Mama-Alltag sein kann. Ich glaube aber felsenfest, dass jede Mama - mit Unterstützung - mehr für sich tun kann, um sich wieder mehr zu spüren, mehr bei sich zu sein. Das tut Mama gut und den Kindern gut. Denn auch sie sehen, wenn es der geliebten Mama zuviel ist, wenn nichts mehr geht. Manchmal spüren sie es auch. Nämlich dann, wenn wir laut werden, unsere Zündschnur viel zu kurz ist und die Mama-Wut durchbricht. Dann ist niemandem geholfen - die Kids verstehen die Welt nicht mehr und wir bleiben mit dem schlechten Gewissen zurück und der Überzeugung, dass wir irgendwie nichts auf die Reihe kriegen.


Ich möchte Mamas unterstützen, helfen, dass sie sich wieder wohl in ihrer Haut fühlen. Dass sie sich wieder selbst finden und auch lernen ihre Bedürfnisse zu äußern. Dass es leichter gelingt, im Alltag gesund zu essen und Routinen zu etablieren, die Energie geben. Deshalb bin ich Gesundheitscoach für Mamas aus Leidenschaft.

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